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Erzgebirge Aue – Erzgebirgsstadion

Erzgebigsstadion – FC Erzgebirge Aue 

Mannschaft: Erzgebirge Aue
Spitzname: Die Veilchen
gegründet: 04.03.1946
Mitgliederzahl: 1.100
Stadion: Erzgebirgsstadion
16.500 Plätze
Anschrift: Lößnitzer Straße 95
08280 Aue
Homepage: www.fc-erzgebirge.de

Fußball wurde in Aue schon vor dem zweiten Weltkrieg gespielt. Doch keiner der vielen kleinem Vereine wie der SV Aue oder Sportlust Aue kamen bis 1945 zu überregionaler Bedeutung. Dies ändert sich, als die Kriegsrückkehrer sich im Vereinslokal des SV Aue treffen und einen neuen Gesamtverein für die Stadt gründen, die SG Aue. Nur ein Jahr später wird der Verein als Betriebssportgruppe des Auer Werkzeugbaus in Pneumatik Aue umbenannt. Bereits 1949 muss der Verein seinen Namen erneut wechseln, da mit dem Zentralbetrieb Wismut ein neuer Träger beschlossen wird. Als Konsequenz heißt der Verein fortan Zentra Wismut Aue.

Doch auch dieser Name hat nicht lange Bestand. Die Zentralregierung will vor allem in den Großstädten der damaligen DDR schlagkräftige Vereine haben, die das Regime nach außen hin vertreten. So wird Aue 1954 erneut umbenannt und trägt seine Spiele unter dem Namen SC Wismut Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) aus. Nur einem Streik der empörten Kumpel ist es zu verdanken, dass der Verein seine Spiele nach wie vor in Aue austragen kann. Ursprünglich war sogar ein kompletter Umzug in die Bezirkshauptstadt geplant. Trotz aller Querelen erlebt der Club in den 50er Jahren seine Hochphase. Er dominiert den Oberligafußball der DDR und wird 1956, 57 und 59 DDR-Meister. 1964 darf der Club endlich wieder unter “richtigem” Namen spielen. Er heißt nun BSG Wismut Aue und bekommt neue, lilafarbene Trikots, die seinen Spielern den Beinamen “Veilchen” einbringen.

Allerdings kann die inzwischen alt gewordene und nicht ausreichend verstärkte Mannschaft nicht an die Erfolge der 50er anknüpfen. Als Betriebssportgruppe kann der Verein nicht mehr mit den privilegierten Kontrahenten mithalten. Trotz aller Widrigkeiten behauptet sich Aue aber mehr als 20 Jahre ununterbrochen in der höchsten Spielklasse der DDR. In den 80er Jahren gelingt ihnen sogar die Qualifikation für den UEFA-Cup, in dem sie erst in Runde drei die Segel streichen müssen. Nach der Wiedervereinigung setzen die “Veilchen” alles daran, im gesamtdeutschen Profifußball mitzuspielen. Am Ende fehlt ihnen dazu ganz genau ein(!) Tor auf der Habenseite, so dass Zwickau stattdessen der Sprung gelingt. Tragisch daran ist einerseits, dass die Mannschaft von Tiefenort das Kunststück schafft, gegen die Zwickauer mit 0:9 zu verlieren. Zusätzlich stürmen bei dem direkten Vergleich zwischen Aue und Zwickau in der 66. Minute etliche Zwickauer Fans das Spielfeld, so dass das Spiel beim Stande von 4:1 für Aue abgebrochen werden muss. Ein weiteres Tor der Mannschaft aus dem Erzgebirge ist so möglicherweise verhindert worden. Die von Klaus Toppmöller trainierte Elf verpasst damit die Relegation.

Durch diese unglückliche Episode muss Aue daher im wiedervereinigten Deutschland im Amateurbereich antreten. 1993 legt der Verein den letzten Ballast der DDR-Zeit ab und bekommt seinen heutigen Namen “FC Erzgebirge Aue”. Im Jahr 2010 erreicht der Verein dann erneut das seit langer Zeit herbeigesehnte Ziel eines Aufstiegsplatzes zur 2. Bundesliga.

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